📇 Übersicht Workshops Vormittag & Nachmittag
Praxisforum 'Good-Practice-Workshops' - von Fachkräften für Fachkräfte (11:30 - 12:45 Uhr)
Good-Practice-Workshop 01: Inklusiv, aktiv und kompetitiv! Armwrestling als Methode an Schule
Armwrestling eröffnet Schulsozialarbeit neue Wege, junge Menschen über Bewegung, Fairness und Gemeinschaft zu erreichen. Der Workshop zeigt, wie die Sportart niedrigschwellig, inklusiv und motivierend im Schulalltag eingesetzt werden kann. Die einbringende Fachkraft berichtet dabei aus der Praxis – und von der Vision, vielleicht irgendwann eine Landesmeisterschaft für Schulen auf die Beine zu stellen. Im gemeinsamen Ausprobieren und im Austausch über Erfahrungen, Wirkungen und Einsatzmöglichkeiten wird deutlich, wie Armwrestling Selbstvertrauen, Respekt, soziales Lernen und positive Gruppendynamik fördern kann.
Referent: Olaf Neelsen
Schulsozialarbeiter an der Oberschule Ruhland, CVJM Ruhland e.V.
Good-Practice-Workshop 02: Generationen verbinden – „Eine Herzensangelegenheit“ Schulsozialarbeit gestaltet Begegnungen zwischen Jung und Alt
Wie gelingt es, durch generationenübergreifende Projekte soziale Teilhabe, Gemeinschaft und lebendiges Lernen zu fördern? In diesem Workshop wird die Generationen-AG vorgestellt, in der Schüler*innen der 5. und 6. Klasse regelmäßig eine Senioren-WG besuchen. Dabei entstehen wertvolle intergenerationelle Begegnungen, die Vertrauen, Empathie und wechselseitiges Lernen stärken. Besonders in kleinen, familiären Strukturen entwickeln sich Nähe, Gemeinschaft und inklusive Teilhabe auf natürliche Weise.
Referentin: Karolin Meinherz
Schulsozialarbeiterin an der Goethe – Grundschule Göritz, Landkreis Uckermark/Bildungsamt
Good-Practice-Workshop 03: Von der ersten Idee bis zur analogen Schülerzeitung – Partizipation, Medienarbeit und Selbstwirksamkeit in der Schulsozialarbeit
Wie kann Schulsozialarbeit kreative Beteiligungsprozesse im Schulalltag gestalten? In diesem „Good-Practice-Workshop“ erhalten insbesondere Schulsozialarbeiter*innen an Grundschulen praxisnahe Einblicke in die Entwicklung einer partizipativen Schülerzeitung im Rahmen eines Differenzierungsangebotes der Klassen 5 und 6. Vorgestellt werden methodische Zugänge, kreative Arbeitsformen sowie der Einsatz digitaler Medien in der Zusammenarbeit mit Schüler*innen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Selbstwirksamkeit, Teamfähigkeit und schulischer Identifikation.
Referent: Philipp Erdmann
Schulsozialarbeiter an der Grundschule Gerswalde, Landkreis Uckermark/Bildungsamt
Good-Practice-Workshop 04: Zwischen Beziehung, Grenzen und Haltung – Beratung in der Schulsozialarbeit
Beratung gehört zum Kernangebot der Schulsozialarbeit, insbesondere an Gymnasien, und bewegt sich im Spannungsfeld von Beziehung, professioneller Haltung und fachlichen Grenzen. Der Workshop beleuchtet Fragen rund um das Joining und den Beziehungsaufbau, die transparente Kommunikation von Möglichkeiten und Grenzen, die eigene Berater*innenpersönlichkeit sowie das viel diskutierte Verhältnis von Beratung und Therapie. Wo verlaufen Unterschiede, wo verschwimmen Grenzen – und welche Chancen können genau darin für Schüler*innen und pädagogische Fachkräfte liegen? Zudem soll gemeinsam ein Blick auf um das Ende von Beratungsgesprächen geworfen werden und die Frage, wie diese innerhalb begrenzter Zeitfenster professionell gestaltet und gut abgeschlossen werden können – auch dann, wenn Themen noch offenbleiben.
Referentin: Tammy Minow
Schulsozialarbeiterin am C.-F.-Gauß Gymnasium, Landkreis Uckermark/Bildungsamt
Good-Practice-Workshop 05: Kreatives, gesundheitsförderliches Schreiben – Schreiben als Ressource für Schüler*innen & Fachkräfte
Wie kann Schreiben zur Reflexion, Stressbewältigung und persönlichen Entwicklung beitragen? In diesem Good-Practice-Workshop lernen die Teilnehmenden das Konzept des kreativen, gesundheitsförderlichen Schreibens kennen – einen Ansatz aus der Schreibtherapie, der sich sowohl in der Arbeit mit Schüler*innen als auch zur Selbstfürsorge von Fachkräften einsetzen lässt. Die Referentin hat sich in im Bereich Schreibtherapie weitergebildet und setzt die Methode seit mehreren Jahren erfolgreich in einer Grundschule ein, sowohl in einer AG als auch im Rahmen von Beratungsangeboten.
Referentin: Nicole Dobrzynski
Psychologin & Schulsozialarbeiterin an der Grundschule am See in Senftenberg, Würfel e.V.
Good-Practice-Workshop 06: Ein Koffer voller Gefühle – Trauerbegleitung als Praxisangebot der Schulsozialarbeit
Trauer kennt kein Alter — und keinen Stundenplan. Kinder, die einen Verlust erlebt haben, brauchen Erwachsene, die ihnen einfühlsam und kompetent zur Seite stehen. Als Schulsozialarbeiterinnen an Grundschulen arbeiten wir mit einem Trauerkoffer — einem niedrigschwelligen, altersgerechten Angebot mit erprobten Materialien für die Begleitung trauernder Kinder im Schulalltag. Im Workshop stellen wir das Konzept vor, ihr könnt Materialien selbst ausprobieren und tauscht euch mit uns über Einsatzmöglichkeiten, Erfahrungen und Grenzen aus. Besonders angesprochen sind Kolleg:innen aus Grundschulen.
Referentinnen: Annett Förster & Olivia Kolsut
Schulsozialarbeiterinnen an Grundschulen in Potsdam, Paragraph 13 e.V.
Good-Practice-Workshop 07: Übergänge gestalten und begleiten – Sozialarbeit als Brücke zwischen den Schulen
Der Wechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule ist für viele Kinder mit Unsicherheiten, Beziehungsabbrüchen, aber auch neuen Chancen und neuen Perspektiven verbunden. Der Workshop zeigt, wie diese herausfordernde Phase aktiv begleitet werden kann. Im Mittelpunkt stehen praktische Ansätze aus der Schulsozialarbeit: Projektarbeit in Klassen, Methoden der Zusammenarbeit sowie konkrete Formen der Übergangsgestaltung, die Kindern Stabilität in einer unsicheren Zeit geben. Die Teilnehmenden nehmen praxisnahe Impulse für ihre Arbeit mit und entwickeln erste Schritte für die Umsetzung am eigenen Standort. Eingeladen sind Schulsozialarbeiter*innen aus Grundschulen und weiterführenden Schulen, um beide Perspektiven auf den Übergang gezielt zusammenzubringen.
Referentinnen:
Lisa Hacker
Teamkoordinatorin und Sozialarbeiterin an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Schwedt, EJF gAG KJHV Uckermark
Antje Ziegler
Sozialarbeiterin an Schule ‚Am Schloßpark‘ in Schwedt, EJF gAG KJHV Uckermark
Iris Neumann
Sozialarbeiterin an der Dreiklang Oberschule in Schwedt, EJF gAG KJHV Uckermark
Good-Practice-Workshop 08: Zeit, über Geschichte(n) zu reden – Rechtsextremismus in der lokalen Geschichte
Im Workshop werden aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen aufgriffen, in denen deutlich wird: Geschichte verschwindet nicht – erst recht nicht, wenn man darüber schweigt. Höchste Zeit also, über die Geschichte zu reden! Vorgestellt wird ein bereits durchgeführtes Projekt zur Auseinandersetzung mit lokalen Geschichte(n) im Kontext von Rechtsextremismus, das sich an Gruppen ab ca. 10 Jahren (Selbsteinschätzung erforderlich) richtet. Aus den dabei gesammelten Erfahrungen wird berichtet und gemeinsam reflektiert, wie solche Formate mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgesetzt werden können. Der Kern dieses Workshops ist ein Praxiseinblick, der zeigt, wie lokale Geschichte(n) von, über und mit Rechtsextremismus aufgearbeitet werden können und wie sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen darüber ins Gespräch kommen lässt. Ziel ist es, zu zeigen, dass Rechtsextremismus als Gefahr nah und aktuell ist und Diskurse in der Schule und darüber hinaus anzustoßen.
Referent*innen:
Paula Beese
Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Mirko Krämer
Sozialarbeiter an der Gesamtschule Talsand Schwedt, Bildungsamt Uckermark
Good-Practice-Workshop 09: Schulinterne Kriseninterventionsteams (KiT) als Unterstützung im Schulalltag durch eine gemeinsame Haltung und Handlungssicherheit
Sie kennen aus Ihrem Schulalltag die unterschiedlichsten Krisen und Herausforderungen und haben das Gefühl, dass Sie diese alleine bewältigen müssen? Weiß jede Fachkraft in Ihrer Schule, wie sie in Krisensituationen handeln sollte? Sind sich da alle einig? Hat Ihre Schule ein internes Kriseninterventionsteam? Der Workshop nimmt die Vorteile, den Aufbau und die möglichen entlastenden Aufgaben eines internen Kriseninterventionsteams (KiT) in den Blick. Ein Krisenteam kann potentielle Risiken und Bedarfe der Schulgemeinschaft erkennen, daraus Handlungsleitfäden erarbeiten und so helfen Krisensituationen zu bewältigen. Dabei sind zentrale Fragen im Workshop: Welche Personen sollten Teil des multiprofessionellem Krisenteams sein, um dieser Aufgabe gerecht zu werden? Was kann ein internes KiT leisten und welche Aufgaben kann es übernehmen, um Schulsozialarbeit und Schulleitung zu entlasten?
Referentin: Nadine Zachow
Krisenintervention an Schule im Landkreis Oberhavel, PuR gGmbH
Good-Practice-Workshop 10: Keine Angst vor Zockern!? Digitale Spiele für die teambildende Praxis nutzen
Digitale Spiele sind ein fester Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. In der fachlichen Diskussion werden sie häufig vor allem unter Risiken betrachtet oder sogar verteufelt – eine solche Perspektive greift jedoch oft zu kurz, da sie auch vielfältige pädagogische Potenziale bieten. Der Workshop geht der Frage nach, wie bekannte digitale Spiele sinnvoll in die pädagogische Praxis übertragen werden können. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung teambildender Angebote, die Kinder über Spielanlässe ins Gespräch bringen und Partizipation sowie Selbstwirksamkeit fördern. Anhand verschiedener Beispiele wird aufgezeigt, wie sich Spiele aus der digitalen Welt in analoge Settings übersetzen lassen – praxisnah, alltagsorientiert und mit pädagogischem Anspruch.
Referentin: Bettina Böcker-Eich
Schulsozialarbeiterin an der Geschwister-Scholl-Grundschule Jüterbog, Stadt Jüterbog
Good-Practice-Workshop 11: Leitung in der Schulsozialarbeit – Qualität fördern zwischen Teamentwicklung, Fachanleitung und Personalverantwortung
Teamleitung nimmt in der Schulsozialarbeit eine zentrale Rolle ein. Sie verbindet fachliche Expertise mit Führungsverantwortung, hat Teamdynamiken und individuelle Kompetenzen der Fachkräfte im Blick und unterstützt gezielt deren Weiterentwicklung. Der Workshop bietet Raum für fachlichen Austausch zu Herausforderungen in der Leitungspraxis und versteht sich als Reflexionsangebot zur eigenen pädagogischen Haltung und deren Vermittlung im Team. Im Zentrum stehen Fragen zur Stärkung der Leitungsrolle, zur Reflexion eigener Strategien sowie zur Weiterentwicklung einer wertschätzenden und strukturierten Teamführung. Die Teilnehmenden werden zu einem moderierten kollegialen Wissenstransfer eingeladen, der Raum für Erfahrungsaustausch, gemeinsame Reflexion und die Diskussion praxisnaher Handlungsansätze bietet – insbesondere mit Blick auf die professionelle Begleitung von Teams, den Umgang mit komplexen Herausforderungen sowie die prozessorientierte und handlungssichere Gestaltung von Qualitätsentwicklung.
Referentin: Marta Dobrzykowski
Erziehungs-, Religions- und- Kulturwissenschaftlerin, M.A., arbeitet hauptberuflich leitend bei einem großen Wohlfahrtverband und ist freiberuflich publizierend, fortbildend und beratend tätig.
Good-Practice-Workshop 12: Sexuelle Prävention in der Schule – Arbeiten mit dem Liebesleben-Mitmach-Koffer
Wie lassen sich Themen rund um Sexualität, Beziehungen und sexuelle Gesundheit praxisnah, wertschätzend und zielgruppengerecht vermitteln? In diesem Workshop lernen Fachkräfte den „Liebesleben-Mitmach-Koffer“ als vielseitiges Instrument der sexuellen Prävention für Schüler*innen ab der 8. Klasse kennen. Im Mittelpunkt stehen die darin enthaltenen Materialien und Methoden zu Themen wie HIV, anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), Schutzmöglichkeiten, Kommunikation, Vielfalt und Selbstbestimmung. Der Workshop bietet Gelegenheit, die Materialien zu erproben, Einsatzmöglichkeiten für die eigene Praxis zu reflektieren und sich fachlich auszutauschen. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu stärken und Impulse für eine lebendige, partizipative Präventionsarbeit mitzunehmen.
Referentinnen:
Charlotte Leischner
Schulsozialarbeiterin am Oberstufenzentrum Palmnicken, JuSeV
Anne Werner
Schulsozialarbeit an der Spree Oberschule Fürstenwalde, JuSeV
Good-Practice-Workshop 13: Kinder gemeinsam schützen – Kooperation im Kinderschutz zwischen Jugendamt (ASD) und Schulsozialarbeit
Wie kann eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Sozialarbeit im Allgemeinen Sozialen Dienst (öffentlicher Träger) und Schulsozialarbeit (freier Träger) so gestaltet werden, dass Kinderschutz wirksam, datenschutzkonform und auf Augenhöhe gelingt? Im Workshop werden erprobte Kooperationsformate aus Potsdam vorgestellt und konkrete Einblicke in gemeinsame Arbeitsweisen gegeben. Im Anschluss werden Erfahrungen mit Fachkräften aus dem Land diskutiert, Fragen beantwortet und praxisnahe Impulse entwickelt, die zur Übertragung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit in den jeweiligen regionalen Kontexten anregen.
Referenten:
René Kulke
Schulsozialarbeit an der Theodor-Fontane-Oberschule Potsdam, Stiftung SPI
Tilo Adam
Sozialarbeiter im ASD in der Arbeitsgruppe Regionalteam 3 – Waldstadt, Stadt Potsdam
Good-Practice-Workshop 14: Von der Idee zur Schülerzeitung
Erlebe, wie Lachen ohne Grund zum Grund für Lachen wird – und was das mit uns macht. Denn jeder Mensch trägt einen „inneren Arzt“ in sich. Lachyoga geht auf den indischen Arzt Dr. Madan Kataria zurück, der 1995 angeleitetes Lachen mit Atem- und Entspannungsübungen aus dem Yoga verband. Im Workshop werden zunächst die Hintergründe und Wirkweisen vorgestellt, bevor die Gruppe selbst aktiv wird. Das Angebot wurde mit Kindern ab Klassenstufe 5 sowie mit Erwachsenen in unterschiedlichen Settings erprobt. Ein zentrales Element ist die (Wieder-)Entdeckung kindlicher Verspieltheit. Gerade für die Schulsozialarbeit eröffnet dies die Möglichkeit, die eigene Gesundheit zu stärken, Leichtigkeit zu fördern und neue Zugänge im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Ausprobieren und Erleben. Der Workshop lebt von der aktiven Teilnahme und der Bereitschaft, sich offen und neugierig auf die Übungen einzulassen. Daher sollten Teilnehmende gesundheitlich in der Lage sein, etwa 30–45 Minuten zu stehen und sich moderat zu bewegen.
Referentin: Britta Schöwing
Schulsozialarbeiterin an der Anne-Frank-Grundschule in Teltow, JOB gGmbH
Good-Practice-Workshop 15: Was wäre, wenn wir morgen alle gechillter wären? – Mentale Gesundheit in den Schulalltag integrieren
Vorgestellt wird ein von der Schulsozialarbeit entwickeltes und in der Praxis durchgeführtes Projektwochenangebot für junge Menschen der Klassenstufen 7–12 zur Förderung mentaler Gesundheit. Im Mittelpunkt stehen präventive Ansätze zu Stressbewältigung, Achtsamkeit und Resilienz – niedrigschwellig, alltagsnah und mit direktem Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen. Der Beitrag gibt Einblicke in Konzeption, methodische Umsetzung und Erfahrungen aus der Praxis und zeigt, wie das Angebot gemeinsam mit Schüler*innen entstanden ist. Als Good-Practice-Beispiel macht der Workshop sichtbar, wie solche Formate oder einzelne Bausteine daraus nachhaltig in der Schule verankert werden können.Referentin: Christina Mellem
Schulsozialarbeiterin am F.F. Runge Gymnasium Oranienburg, PuR gGmbH
Nachmittags-Workshops mit Fachreferent*innen (13:45 - 15:15 Uhr)
Workshop 01: Zwischen zwei Welten – Kinder in Trennungsfamilien stärken
Wenn Eltern sich trennen, geraten für Kinder Verlässlichkeit, Zugehörigkeit und Alltag oft gehörig ins Wanken. Der Workshop eröffnet einen praxisnahen Blick in die Erlebenswelt von Kindern in Trennungsfamilien: Wie werden Abschiede, Konflikte und Loyalitätsdruck je nach Alter und kognitiver Entwicklung verstanden und verarbeitet? Wie können pädagogische Fachkräfte mit Wut, Rückzug oder Schuldgefühlen der Kinder professionell umgehen? Im Mittelpunkt stehen konkrete Impulse für die Begleitung im schulischen Alltag: Kinder sensibel unterstützen, entlasten und stabilisieren. Ergänzend werden kreative Methoden und ausgewählte Literatur vorgestellt, die sich direkt in der Praxis einsetzen lassen.
Referentin: Antje Muth
Heilpraktikerin (Psychotherapie) in eigener Praxis, Systemische Therapeutin (SG), Verfahrensbeiständin, Traumatherapie
Workshop 02: Vom Nebeneinander zum Miteinander – gelingende multiprofessionelle Kooperation
Schulen sind heute Orte „gemischter pädagogischer Tätigkeiten“, in denen unterschiedliche Professionen zusammenarbeiten. Doch wie kann aus einem Nebeneinander ein tragfähiges Miteinander entstehen? (und ist dies immer notwendig?) In diesem Workshop nehmen wir die multiprofessionelle Zusammenarbeit praxisnah in den Blick. Ausgehend von erprobten Modellen reflektieren wir Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag, benennen Herausforderungen und entwickeln Ansätze für eine gelingende Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei:- Kontext-, Rollen- und Aufgabenklärung
- Austausch mit Kolleg*innen aus der Praxis
- konkrete Impulse für die Praxis der multiprofessionellen Kooperation in der Schulsozialarbeit.
Referent: Benjamin Beck
Akademischer Mitarbeiter Fachhochschule Potsdam
Workshop 03: Chancen und Risiken des digitalen Aufwachsens am Beispiel von Sexting
Der Workshop thematisiert aktuelle Herausforderungen des digitalen Aufwachsens am Beispiel von Sexting und dessen Missbrauch. Jugendliche können sich im digitalen Raum vernetzen, Freundschaften und Beziehungen knüpfen und sich auch sexuell ausprobieren. Das geht mit Risiken einher. So findet z.B. zunehmend Missbrauch von Bildern im Netz statt. Anhand des Beispiels „Sexting“ soll im Workshop erarbeitet werden, wo Chancen und Risiken des digitalen Raums liegen. Es wird unter anderem anhand eines Fallbeispiels Gelegenheit geben, sich darüber auszutauschen wie Jugendliche gut begleitet und unterstützt werden können und welche Bedeutung der digitale Raum für einen zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutz hat. Außerdem werden weiterführende Materialien und Beratungsstellen vorgestellt.
Referentinnen:
Birgit Krug
Referentin für Gewaltprävention bei der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg (AKJS). Ihre Schwerpunkte sind Gewaltphänomene im digitalen Raum, insbesondere sexualisierte Gewalt>br> Susanne Przybilla
Leiterin des Projekts Schutzkonzepte an Schulen in Brandenburg in der Landeskooperationsstelle Schule-Jugendhilfe | kobra.net
Workshop 04: Medienkompetenzförderung mit der KI-Digibox: KI-Chatbots kreativ und spielerisch nutzen
Schulen sind heute Orte „gemischter pädagogischer Tätigkeiten“, in denen unterschiedliche Professionen zusammenarbeiten. Doch wie kann aus einem Nebeneinander ein tragfähiges Miteinander entstehen? (und ist dies immer notwendig?) In diesem Workshop nehmen wir die multiprofessionelle Zusammenarbeit praxisnah in den Blick. Ausgehend von erprobten Modellen reflektieren wir Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag, benennen Herausforderungen und entwickeln Ansätze für eine gelingende Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei:- Kontext-, Rollen- und Aufgabenklärung
- Austausch mit Kolleg*innen aus der Praxis
- konkrete Impulse für die Praxis der multiprofessionellen Kooperation in der Schulsozialarbeit.
Referentin: Cornelia Kern
Bildungsreferentin beim Landesfachverband Medienbildung Brandenburg e.V. im Projekt - Jugendmedienbildung im ländlichen Raum. Sie ist Erziehungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Aktive Medienarbeit und Mediendidaktik
Workshop 05: Vom Ich zum Du zum Wir – Workshop mit ChangeWriters e.V.
Seit 10+ Jahren bringt der ChangeWriters e.V. bundesweit eine wertschätzende Beziehungskultur an Schulen und schafft damit die wichtigste Grundlage für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Mit Hilfe von einfachen Methoden, in deren Mittelpunkt das Tagebuch steht, trainieren Pädagog*innen nachhaltig, wie sie zu ablehnenden Schüler*innen (wieder) in Kontakt kommen.Im Praxisworkshop erleben die Teilnehmenden ein Methodenfeuerwerk niederschwelliger und direkt umsetzbarer Methoden, um neue Wege der Beziehungsgestaltung in ihrer Arbeit zu gehen. Alle Methoden sind geeignet, Räume zur Reflexion zu schaffen und sogleich das soziale Miteinander zu stärken. Ganz nach dem Motto „Vom Ich zum Du zum Wir“. Darüber hinaus eignet sich der Praxisworkshop hervorragend als Einstieg in das komplette ChangeWriters-Programm für Pädagog*innen und Schüler*innen.
Referentin: Irene Lange
Bildungsreferentin bei ChangeWriters e.V.
Workshop 06: Emotionale Grundbedürfnisse als Kompass in der pädagogischen Beziehungsgestaltung
Im Arbeitsalltag begegnet pädagogischen Fachkräften häufig dysfunktionales, selbst- oder fremdschädigendes Verhalten. Klient*innen bringen ihre biografischen Wunden und erlernten Vermeidungs- und Kompensationsstrategien mit, welche Gespräche mit ihnen erschweren, Krisen eskalieren lassen und Fachkräfte mitunter erschöpft zurück- lassen. Wenn pädagogische Fachkräfte verstehen lernen, was in der anderen Person passiert und welche Motivation ggf. hinter dem gezeigten Verhalten steckt, können sie besser intervenieren, Kraft sparen und Machtkämpfe vermeiden. Im Workshop werden unsichtbare Mechanismen beleuchtet und die fünf emotionalen Grundbedürfnisse, die das Verhalten von Klient*innen steuern, vertieft betrachtet. Dieser Blick kann als Kompass dienen, um besser zu verstehen, was Klient*innen (und Fachkräfte selbst) im Kontakt brauchen.
Referentin: Kathrin Dommel
Sonderpädagogin, Systemische Beraterin, Körperpsychotherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie bei der Mäander:Akademie
Workshop 07: Argumentieren gegen Diskriminierung im Schulalltag
Der Workshop bietet einen Einblick in Argumentationsstrategien und Situationsanalysen, die hilfreich sein können, wenn gegen diskriminierende Äußerungen im Schulalltag argumentiert werden soll. Der Workshop ist ein kleiner, sehr praktischer, Einblick in die Bildungs- und Beratungsarbeit des Netzwerk für Demokratie und Courage Berlin-Brandenburg.
Referent*innen:
Mascha Passauer & Saskia Mette
Bildungsreferent*innen beim Netzwerk für Demokratie und Courage Berlin-Brandenburg
Workshop 08: Und was ist dieses Glück eigentlich? – Glückskompetenz in der Schulsozialarbeit
Was brauchen Kinder und Jugendliche, um glücklich zu sein und Glücksmomente bewusst wahrnehmen und genießen zu können? Schulsozialarbeit eröffnet vielfältige Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche bei der Stärkung der eigenen Ressourcen zu begleiten. Sie können Räume schaffen Freude bewusst wahrzunehmen, Stärken zu entdecken und Erfolge sichtbar zu machen. In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit der Bedeutung von Glück auseinander. Themen, wie positive Emotionen, Growth Mindset und Stärken werden aus der Perspektive der positiven Psychologie beleuchtet und mit den eigenen Erfahrungen und Vorstellungen der Teilnehmenden in Verbindung gebracht. Neben fachlichen Impulsen stehen praxisnahe Übungen, Selbstreflexion und kollegialer Austausch im Mittelpunkt. Ziel ist es, Anregungen für die eigene Arbeit zu gewinnen und Wege zu entdecken, wie Kinder und Jugendliche in der Schulsozialarbeit dabei unterstützt werden können ihre persönlichen Ressourcen zu stärken.
Referentin:
Aileen Klimach
Diplom-Medizinpädagogin, systemischer Coach für Positive Psychologie & zertifizierte Anwenderin der Positiven Psychologie (Deutsche Gesellschaft für Positive Psychologie, Berlin)
Workshop 09: Zwischen allen Stühlen? Ein Impuls zur Rollenklärung in der Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeiter*innen bewegen sich täglich zwischen den Anforderungen des Systems Schule, der Jugendhilfe, des Elternhauses und den Bedürfnissen junger Menschen. Das Handlungsfeld ist geprägt von vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen. Unterschiedliche Erwartungen an die Schulsozialarbeit können dazu führen, dass ihre Aufgaben und Zuständigkeiten am Standort Schule unklar erscheinen. Auch Fachkräfte selbst können so in ihrer Professionalität und ihrem Handeln verunsichert werden. Im Workshop laden wir Sie dazu ein, Ihre professionelle Rolle zu reflektieren, den eigenen Auftrag zu schärfen und Ihre Handlungssicherheit im Berufsalltag zu stärken. Mit praxisnahen Übungen, kollegialem Austausch und konkreten Fallbeispielen erarbeiten wir gemeinsam mehr Rollenklarheit und Strategien für klare Kommunikation und professionelle Abgrenzung im Spannungsfeld Schule.
Referentinnen: Stefanie Linke & Annemarie Schmidt
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Landeskooperationsstelle Schule-Jugendhilfe | kobra.net
Workshop 10: Reset im Grünen – alltagstaugliche Impulse von Nature Athletes
Jede neue Generation bringt eigene Dynamiken mit sich, und wir wissen: Was gestern funktioniert hat, muss heute nicht automatisch die beste Antwort sein. Als Nature Athletes möchten wir bestehende Erfahrungen, Werte und pädagogische Arbeit nicht ersetzen, sondern um neue Perspektiven und praktische Impulse ergänzen. Veränderung entsteht selten durch Wissen allein. Sie entsteht durch Erleben, Ausprobieren und die Bereitschaft, neue Wege Schritt für Schritt in die eigene Praxis zu integrieren. Im Fokus des Workshops stehen alltagstaugliche, niedrigschwellige Methoden für den Klassenraum, den Flur, den Schulhof oder das Gespräch mit einzelnen Kindern. Anhand praxisnaher Ansätze werden Möglichkeiten zur Wahrnehmung von Belastungen, zum Umgang mit herausfordernden Situationen sowie zur Begleitung von Gruppenprozessen vorgestellt. Ziel ist es, Denkanstöße, Erfahrungen und Werkzeuge mitzugeben, die sich nachhaltig in den Alltag integrieren lassen. Denn wie bei jeder Fähigkeit entsteht Sicherheit nicht durch Theorie, sondern durch Übung, Wiederholung und gelebte Erfahrung.
Referent: Jhaki Mirko Schuricht
Gründer & Coach Nature Athletes
Workshop 11: Prävention beginnt bei uns – Professionelle Haltung als Schlüssel zum Schutz von Grundschulkindern
Prävention (sexualisierter) Gewalt zeigt sich nicht nur in Konzepten und Angeboten, sondern vor allem in der pädagogischen Haltung und im täglichen Handeln. Doch woran wird eine präventive Haltung sichtbar? Wie sprechen wir über Körper, Gefühle, Grenzen und Geheimnisse? Wie positionieren wir uns bei Grenzverletzungen und wie gelingt es, Kinder wirksam zu schützen und ernst zu nehmen? Im Workshop werden gemeinsam die Bedeutung professioneller Haltung für die Präventionsarbeit in der Grundschule reflektiert und anhand praxisnaher Beispiele Möglichkeiten erarbeitet, wie Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit und Respekt im Schulalltag gelebt werden können. Dabei werden auch die Zusammenarbeit mit Familien, institutionelle Rahmenbedingungen sowie die eigene Rolle als Schulsozialarbeiter*in in den Blick genommen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Selbstfürsorge als Grundlage langfristiger Handlungsfähigkeit im Kinderschutz. Die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden fließen aktiv in den Workshop ein.
Referentinnen:
Catharina Krämer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Schwerpunkt Kinderschutz in der Schule, Landeskooperationsstelle Schule – Jugendhilfe | kobra.net
Steffi Blohm
Schulsozialarbeiterin an der Berg-Grundschule in Doberlug-Kirchhain, DRK-Kreisverband Lausitz e.V.
Workshop 12: Erlebnispädagogik – Verkehrschaos im Klassenraum
Oft herrscht in einer Klasse ein Verkehrschaos: Alle kennen die Verkehrsregeln, aber kaum jemand hält sich daran. Jeder möchte als Erster ankommen, doch niemand kommt wirklich voran. Manche sind mit einem dicken Auto unterwegs, andere schlängeln sich mit dem Moped an allen vorbei, und die Fußgänger*innen warten ewig auf Vorfahrt. Alle schimpfen, doch auch lautes Hupen bringt niemanden weiter. Wie finden wir einen Weg aus diesem Chaos? Wie kann eine Gesprächskultur entstehen, in der Reden Silber, Zuhören jedoch Gold wert ist? Der Workshop stellt ein Warm-up, ein Spiel und eine Reflexion für eine Doppelstunde vor – beispielsweise im Klassenrat oder auf Klassenfahrt. Ziel ist nicht die Lösung, sondern den Weg zu verstehen, den wir gehen, um zur Lösung zu kommen.
Referent:
Helmer van der Heide
MA Soz.Wiss., Ba. Soz.Arb, AAT/CT®, PART®-Trainer und Erlebnispädagoge be®, AWO Ortsverein Strausberg e.V. | Fachbereich TEAMWORK
Workshop 13: Lokale Demokratie spielerisch entdecken und vermitteln (ab 9.Klasse)
Dieser Workshop richtet sich an Fachkräfte, die spielerische Methoden der Demokratiebildung für junge Menschen ab 15 Jahren kennenlernen möchten. Die Kommune ist der Ort, an dem Demokratie konkret erfahrbar wird und die Möglichkeiten zur Mitgestaltung am größten sind. Oft sind diese Möglichkeiten jedoch wenig bekannt. Das möchten wir ändern! Im Workshop werden Demokratiespiele vorgestellt und erprobt, die politische Handlungsmöglichkeiten in der Kommune aufzeigen. Zudem präsentieren wir Formate wie den Demokratietag „Beteiligung“ und den Planspieltag „Das Spielower Bürgerbudget“, die für Schüler*innen ab Klasse 9 angefragt werden können. Die Spiele und Angebote können dank der Projektförderung Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt „Demokratiebrücken – Kommune als Ort der Demokratie entdecken!“ wird vom mitMachen e.V. im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie,vSenioren, Frauen und Jugend durchgeführt.
Referent:
Dr. Carsten Herzberg
Politikwissenschaftler & Autor, Experte für Demokratiepolitik und Beteiligung, Projekt „Demokratiebrücken – Kommune als Ort der Demokratie entdecken!“, mitMachen e.V.
Workshop 14: Mehr von dem, was funktioniert – Lösungsfokussierung in der Schule
Schule und Schulsozialarbeit sind häufig mit herausfordernden Situationen konfrontiert: Konflikte, Verhaltensauffälligkeiten, Schulabsentismus, Krisen prägen den Arbeitsalltag. Nicht selten richtet sich der Blick dabei vor allem auf Probleme, Defizite und Risiken. Der lösungsfokussierte Ansatz nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg eröffnet eine andere Perspektive. Statt primär nach Ursachen und Problemen zu suchen, richtet er die Aufmerksamkeit auf Ressourcen, Ausnahmen, gelingende Erfahrungen und erwünschte Zukunftsbilder. Adressat*innen werden dabei nicht als „Problemträger“, sondern als Expert*innen für ihr eigenes Leben adressiert – eine Haltung, die sowohl professionell entlastend als auch empirisch gut begründet ist. Zahlreiche Studien zeigen, dass lösungsfokussierte Gesprächsführung Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Veränderungsbereitschaft fördern kann und sich besonders für komplexe pädagogische Handlungsfelder eignet. Im Workshop lernen die Teilnehmenden die Grundhaltungen und zentralen Methoden des lösungsfokussierten Arbeitens kennen. Anhand praxisnaher Beispiele aus Schule und Schulsozialarbeit werden Werkzeuge wie Zielklärung, Skalierungsfragen, Ressourceninterviews und Ausnahmefragen erprobt. Darüber hinaus wird reflektiert, wie eine lösungsfokussierte Haltung die Zusammenarbeit mit Schüler*innen, Eltern, Kolleg*innen und multiprofessionellen Teams unterstützen kann.
Referent: Michael Pifke
Akademischer Mitarbeiter & Stellvertretender Studiengangsleiter BASA Dual-Digital, Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften, Fachhochschule Potsdam